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Iberische Pferderassen

Das Altér-Real-Pferd (Portugal)

Der Name dieser Pferde leitet sich vom Gestüt in der kleinen Stadt Altér do Chao

in der portugiesischen Provinz Alentejoa ab, in der diese Rasse ihren Ursprungsort hat und »Real« bedeutet im Portugiesischen »königlich«. Ähnlich wie in Lipizza und Kladrub, wo Pferde edler spanischer Abkunft für den Bedarf des Hauses Habsburg gezogen wurden, förderte das portugiesische Königshaus schon im

18. Jahrhundert die Erweiterung des Gestüts und die Zucht anspruchsvoller Pferde.

 

Elegante Schönheiten

Der Altér Real ist ein begabtes Pferd sowohl für die Lektionen der hohen Schule als auch für den Stierkampf.

Als typischer Iberer ist er mittelgroß, kräftig und harmonisch gebaut. Der oft leicht geramste Kopf sitzt auf einem

schön geschwungenen Hals, der Rumpf ist kompakt und muskulös. Die Extremitäten sind trocken und

widerstandsfähig, die Hufe hart und eher klein. Bei einer Größe von rund 150 bis 160 cm Stockmaß

findet man fast ausschließlich Braune mit nur wenigen Abzeichen und üppigem Langhaar. Die Aktion ist

der hohen Schule förderlich und wirkt erhaben und elegant.

Altér-Pferde sind freundlich, intelligent und sehr menschenbezogen. Sie sind etwas temperamentvoller als

Andalusier oder auch Lusitano und neigen zu nerviger Heftigkeit , wenn sie nicht gefühlvoll behandelt werden.

Die Pferde aus Altér sind sehr lernfähig und dabei auch hoch sensibel.

 


Der Andalusier (Pura Raza Española, Reine Spanische Rasse, PRE)

 

 

Der Andalusier ist unter verschiedenen Bezeichnungen bekannt. Früher wurde das südiberische Edelpferd allgemein als Andalusier oder Spanier bezeichnet. Daneben gab es eine Reihe von Namen für besondere Schläge oder Gestütstypen.


Das Wort Andalusien stammt wahrscheinlich vom maurischen al-Andalus und bedeutet »Land der Vandalen«, da es vom ostgermanischen Stamm der Vandalen besiedelt war. Mit dem fortschreitenden Rückzug der islamischen Bevölkerung in den südlichen Landesteil kam diese Region zu der noch heute gültigen Bezeichnung. 1911 beschloss die Pferdezuchtabteilung des spanischen Verteidigungsministeriums die Gründung eines allgemeinen Stutbuches, und man fand die Bezeichnung Andalusier nunmehr etwas unfair gegenüber Züchtern außerhalb der betreffenden Region. Also erfand man den Namen Pura Raza Española, also »Reinrassiges Spanisches Pferd« - kurz PRE - die neue offizielle Bezeichnung. Zwar werden auch andere Rassen hier rein gezüchtet und von derselben Körperschaft betreut, sie haben jedoch eigene Register.

 

Der Körperbau und die Ausstrahlung des Andalusiers sind einzigartig und auch von Laien ohne

besondere Pferdekenntnisse leicht zu erkennen. Dieses barocke Pferd ist in seiner Gesamtheit kompakt,

muskulös und abgedreht. Die Proportionen sind dabei stets harmonisch und fein. Die perfekte   Kombination

zwischen Kraft, Harmonie und Eleganz macht die Andalusier zu den attraktivsten Pferden.

Im noblen ausdrucksvollen Gesicht spiegelt sich die hohe Intelligenz und Empfindsamkeit des iberischen

Pferdes. Die Augen sollen groß, dunkel und von elliptischer Form sein, die Ohren mittelgroß und fein geschnitten.

Das Profil kann gerade oder leicht konvex sein.

Der Hals ist kräftig, hoch aufgesetzt und in einem perfekten Bogen vom flachen Rist an aufwärts-vorwärts

geschwungen. Er wird in herrlicher Selbsthaltung getragen, ohne herangezogen oder heruntergeriegelt

werden zu müssen. Die Schultern wünscht man lang und schräg, nur dann ermöglichen sie bei relativ langer

Röhre und hoher Knieaktion auch einen entsprechend guten Raumgriff. Die Brust soll von gut mittlerer Breite

sein und der Rumpf rund, tief und ebenmäßig.

Die Kruppe ist etwas abgezogen, kann jedoch bei alten Hengsten aufgrund von Fettauflagerung durchaus

horizontal wirken. Der lange, üppige Schweif fällt natürlich. Mähne und Stirnlocke sind ebenfalls dicht und lang,

können sogar etwas gewellt sein. Das Fundament ist trocken, bei manchmal etwas langer, feiner

Röhre und pummeligen Gelenken, dabei stets hart und klar. Große Hufe aus hartem Horn vervollständigen es.

Die Gänge des Andalusiers vermitteln Kraft, Elastizität und spielerische Bewegung. Der Trab sollte mit einer

gewissen Erhabenheit mit gutem Raumgriff sein. Der Takt und die Korrektheit der Bewegung

sind Grundvoraussetzungen. Der Galopp soll rund, mühelos und bergauf sein, unterstützt von einer in den

Hanken gesetzten Hinterhand.

Schimmel aller Farbschattierungen herrschen unter den Andalusiern vor, sie reichen von einer aparten,

dunklen Grauschimmelung bis zum reinen Milchweiß. Daneben sieht man glänzende

Kastanienbraune, ganz selten Rappen und Falben, aber nie Füchse. Bei einer mittleren Größe

von 150 bis 160 cm Stockmaß und wenig darüber ist der Andalusier ein ausgesprochen mittelgroßes

Pferd in Quadrat- oder knappen Langrechteckform.

 


Der Cartujano - das Kartäuserpferd (Spanien)

Cartujano ist die Bezeichnung für einen besonders qualitätvollen und edlen Schlag des andalusischen Pferdes. Der Name entstand, weil diese Pferde für lange Zeit von den Mönchen des Kartäuserordens von Jerez gezüchtet wurden. Häufig wird der Cartujano als eine eigenständige Rasse angesehen, was jedoch nicht ganz richtig ist. Diese bemerkenswerten Tiere gehören der andalusischen Hochzucht an und stellen einen Schlag innerhalb der Pura Raza Española dar. Einfach ausgedrückt ist jeder Cartujano ein Andalusier, der seine Abstammung auf eine bestimmte, klar abgrenzbare Population zurückführen kann. Aufgrund seiner genetischen und exterieuren Besonderheiten spricht man dem Kartäuserschlag jedoch eine Sonderstellung zu, die er auch durchaus verdient.

Hispano-Araber, Hispano-Ingles und Anglo-Hispano-Araber (Spanien)

Bei diesen Pferden handelt es sich um Gebrauchskreuzungen von spanischen Edelpferden mit

Arabern oder Englischem Vollblut. Allerdings werden solche Zweckprodukte in der Regel nicht zur

weiteren Zucht eingesetzt, da sie sonst sehr stark aufspalten würden. Man bevorzugt eine erneute

Kreuzung und verzichtet auf eine durchgreifende Umformung des bestehenden Typs. Viele Züchter halten

zu diesem Zweck einige Stuten der Arabischen Rasse, beziehungsweise des Englischen Vollblutes, und

belegen sie mit ihren Andalusier- oder Lusitanohengsten, aber auch die umgekehrte Kreuzung ist durchaus

gängig. Hierdurch entsteht ein Typus, der die höhere Spurtkraft der Rennpferde mit der Wendigkeit und

Rittigkeit des Schulpferdes verbindet.

Beim Angolo-Hispano-Araber wurden Araber mit eingekreuzt, weil der Vollblüter zu nervös und ängstlich ist.

Wir nennen das Produkt Dreiblüter oder auf spanisch tres sangres. Er vereint in den guten Exemplaren die

Vorzüge der drei Ausgangsrassen in idealer Weise.

Allerdings besitzt der reine Andalusier Eigenschaften, die der Vollblüter nicht vorweisen kann: Er ist viel zäher

und widerstandsfähiger und auch mutiger und gehorsamer. Auf Turnieren werden nach wie vor reine

Andalusier vorgeführt sowie Vollblüter, Anglo-Hispano-Araber, Anglo Araber und Hispano-Araber und sogar

deutsche und französiche Warmblüter.


Anglo-Lusos und Araber-Lusos
Auch in Portugal ist es durchaus üblich, zur Erzeugung von Sport- und Nutzpferden Stuten der Lusitanorasse

mit Beschälern anderer zu verkreuzen. Als Anglo-Lusos oder Araber-Lusos wurden diese Pferde in

Portugal seit jeher in einem Register des Zuchtbuches geführt, wodurch eine Verbastardisierung

des iberischen Grundmaterials innerhalb der reinen Zuchtstämme vermieden wurde.

 
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